Wenn Worte inspirieren

Gedichte werden durch einen stimmigen Vortrag lebendig, berühren und inspirieren.
Die Lyrikerin Sabine Fenner hält seit Jahren Lesungen ab.
Für SternenBlick gibt sie Einblicke und Tipps für eine gelungene Lesung.

Eine Bühne für deine Worte

Als Autor hast Du diverse Möglichkeiten, Dich und Deine Werke zu präsentieren. Eine dieser Möglichkeiten ist die „Mülheimer-Lesebühne“, die regelmäßig jeden ersten Freitag eines ungeraden Monats im „Hotel Handelshof“ in Mülheim-Ruhr in der Zeit von 19 bis 22 Uhr stattfindet.


Gegründet haben wir diese Bühne der „Kunst“ im Jahre 2009. WIR: Die ehemalige Mitarbeiterin des „Hotels Handelshof“ Frau Anna Ladage, der Lyriker Manfred Wrobel, Veranstalter der „Mülheimer-Lesebühne“ und Gründer der internationalen „Autoren-Plattform Manfred Wrobel“ und die Lyrikerin Sabine Fenner.


Die MHL steht nicht nur bekannten Autoren offen, die sich schon etabliert haben, sondern, dies ist uns wichtig, auch Jungautoren und Schreibenden, die eine Lesemöglichkeit suchen und noch wenig Erfahrungen mitbringen bzw. sich noch nicht trauen, eine Lesung in Eigenregie zu organisieren. Qualität setzen wir voraus. Anmelden kannst Du Dich über die Kontaktdaten der Webseite: www.mülheimer-lesebühne.de


Die aktuellen Termine können dort eingesehen werden. Wird ein Termin durch uns bestätigt, erfährst Du, was wir benötigen, um Dich vorstellen zu können. Die MHL ist nicht nur eine Bühne für Autoren, sondern auch für Künstler, die ihre Bilder und Skulpturen ausstellen. Zwischen den Lesungen werden musikalische Impressionen geboten, so dass wir ein vielseitiges Programm bieten können, das unsere zahlreichen Gäste immer wieder aufs Neue fasziniert. Ein Honorar zahlen wir nicht, denn bei uns heißt es „Eintritt frei!“

Die eigene Lesung - Erfahrungswerte

Zeitmanagement

Du wirst lachen, wenn ich aus meinen Anfängen berichte. Für meine erste Lesung habe ich mich mit Hilfe einer Eieruhr vorbereitet, um die fünfzehn Minuten Lesezeit einhalten zu können. Es klappte wunderbar, denn nichts ist unangenehmer, wenn man seine Zeiten überzieht. Die nachfolgenden Kollegen trommeln schon mit den Fingern, und der Veranstalter bekommt Schwierigkeiten mit der Durchführung seiner Organisation.

Konzept

Auch ein Konzept muss her. Da geht man wie beim Sport vor. Es braucht ein „Warm Up“, einen aktiven Teil und ein „Cool Down“. Ich beginne oft mit Versen, die mich selbst betreffen: Kindheitsgedichte oder Einsichten, es folgen Texte, die aufrütteln, zum Nachdenken anregen. Zum Schluss lasse ich die Lesung sanft ausklingen. Da eignen sich Gedichte, die die Natur, die Liebe und das Leben selbst beschreiben. Nicht jeder Raum ist gut beleuchtet. Manchmal ist es ratsam, seine Texte groß auszudrucken, um den Fluss der Sprache nicht durch Rätselraten der eigenen Schriftzeichen zu unterbrechen. Schaue von Zeit zu Zeit auch einmal auf und suche den Blickkontakt mit Deinen Zuhörern. In den Gesichtern kannst Du wunderbar ablesen, ob die Auswahl, die Du getroffen hast, auch ankommt. Deine Vorstellung der eigenen Person sollte möglichst kurz sein. Das eigene Buch enthält fast immer einen persönlichen Werdegang. Der Zuhörer möchte unterhalten werden.

Stimme

Wer stimmliche Probleme hat, sollte vielleicht einmal darüber nachdenken, ob nicht eine Stimmbildung hilfreich wäre, die heute auch schon von Volkshochschulen angeboten wird. Nicht immer steht eine Lautsprecher zur Verfügung. Da ist es von Vorteil, wenn die Stimme geschult ist. Steht ein Mikrofon zur Verfügung, dann probiere es vor der Veranstaltung ruhig einmal aus.

"Dein Wort
will gehört werden."

Büchertisch

Jeder Autor möchte sein Buch verkaufen. Dafür gibt es einen Büchertisch. Achte auf Mitautoren, die auch noch ein Plätzchen benötigen. Es ist besser, Bücher wieder nachzupacken, als den Büchertisch zu überfüllen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass hier weniger mehr ist.

Vernetzung

Nutze die sozialen Netzwerke: Google+, Facebook, Twitter, etc. wobei ich keine Wertung vornehmen möchte, da muss jeder Autor für sich entscheiden, wo er sich und seine Werke einbringen möchte.
Ich bastel für jede Neuveröffentlichung ein kleines Video, das ich auf meinen YouTube-Kanal hochlade. Ich erstelle dieses Video mit dem Movie-Maker. Das Programm kann man sich kostenlos runterladen, es ist einfach zu bedienen und nach der Fertigstellung kann man dieses Video in die eigene Webseite einbinden oder in den Netzwerken teilen.



Gastautorin Sabine Fenner ist aktiv in den sozialen Netzwerken und engagiert sich stark in der "Mülheimer Lesebühne". Mehrere Veröffentlichungen hat die Lyrikerin bereits vorzuweisen, nebst einer Autobiografie.
Wer mehr über Sabine erfahren möchte, wird auf ihrer Homepage fündig: www.sabine-fenner.com





Kontakt

Stephanie Mattner
Redaktion "SternenBlick"
Postfach 20 01 41
13511 Berlin
kontakt@sternenblick.org

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