#DichterfuerFluechtlinge

Jetzt ist es Zeit Dein Herz und Dein Können einzubringen!
Warum Du das tun solltest und wie Du teilnehmen kannst,
erklärt uns Carina Blumenroth in ihrem neuen Artikel.

Refugees welcome

Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreiben;
nur Licht kann das.
Hass kann Hass nicht vertreiben;
nur Liebe kann das.

Martin Luther King

Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir ein sicheres Heim haben. Wir werden nicht politisch verfolgt. Wir müssen keine Angst um unser Leben haben, weil gerade Krieg herrscht. Eltern können ihre Kinder in die Schule schicken und sich sicher sein, dass ihnen dort nichts passiert.

Wir haben schlichtweg Glück, dass wir in ein gutstrukturiertes Land hineingeboren wurden. Es war Zufall. Niemand kann beeinflussen, woher er kommt. Aber wir können beeinflussen, wohin wir gehen wollen.

Lasst uns unsere Türen und Herzen öffnen, denn kein Mensch hat es verdient so zu leiden. Wir müssen gemeinsam gegen Intoleranz und Gewalt kämpfen.
Ich bin für Vielfältigkeit und gegen Hass. Ich bin für Gemeinsamkeiten und gegen Rassismus.

Was kann man tun?

Neben Sachspenden, die gebraucht werden, damit die Menschen hier ein besseres Leben führen können. Können wir auch unsere Stimmen erheben.
Wir können unsere Worte sprechen lassen und uns gegen den Hass stellen.
Zeigen wir, dass Worte stärker sind, als kopflose, dumme Bemerkungen gegen hilflose Menschen.

Zeigen wir, dass wir hinter Menschen stehen, denen es schlechter geht, als uns selbst.
SternenBlick setzt auf eure dichterische Kunst. Lasst uns gemeinsam zeigen, dass wir ein Herz haben.
Für den Sonderband „TrümmerSeele“ suchen wir Eure starken Worte.
#DichterfuerFluechtlinge
Einsendeschluss ist der 31.10.2015
Macht mit!

Was geht uns das alles an?

Unsere Vergangenheit ist geprägt. Der Nationalsozialismus ist in der heutigen Zeit etwas in unseren Hinterkopf gerückt. Aber auch aus Deutschland sind damals Menschen geflüchtet. Darunter etliche Dichter, wie Else Lasker-Schüler.

Else Lasker-Schüler hat ihre Zerrissenheit über die Geschehnisse während der Zeit der Nationalsozialisten und das aufkommende Heimweh in ihrem Gedicht „Die Verscheuchte“ beschrieben.
Alleine dieser Titel sollte uns schon zu denken geben und zeigen, dass sie nicht freiwillig gegangen ist. Das sehen sicherlich auch die Flüchtlinge so, die bei uns Hilfe suchen.

Die Verscheuchte

Es ist der Tag im Nebel völlig eingehüllt,
Entseelt begegnen alle Welten sich-
Kaum hingezeichnet wie auf einem Schattenbild.

Wie lange war kein Herz zu meinem mild...
Die Welt erkaltete, der Mensch verblich.
Komm bete mit mir - denn Gott tröstet mich.

Wo weilt der Odem, der aus meinem Leben wich?
Ich streife heimatlos zusammen mit dem Wild
Durch bleiche Zeiten träumend - ja ich liebte dich...

Wo soll ich hin, wenn kalt der Nordsturm brüllt?
Die scheuen Tiere aus der Landschaft wagen sich
Und ich vor deine Tür, ein Bündel Wegerich.

Bald haben Tränen alle Himmel weggespült,
An deren Kelchen Dichter ihren Durst gestillt-
Auch du und ich.

Else Lasker-Schüler im Exil



Autorin Carina Blumenroth studiert Germanistik in Düsseldorf und schreibt selbst Gedichte. Seit Kurzem ist Carina auch Mitglied im SternenBlick-Team und unterstützt unsere Blog mit ihrer eigenen Rubrik.





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Stephanie Mattner
Redaktion "SternenBlick"
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