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Von Poesie-Träumen

Autorin Jennifer Hilgert möchte ihren Traum vom eigenen Hörbuch wahr werden lassen.
Im Interview verrät sie uns wie wir sie Unterstützen können bei ihrem Vorhaben.

 

 

 

Autorin und Vereinsmitbegründerin Jennifer Hilgert veröffentlichte erfolgreich im vergangenen Jahr ihre poetische Novelle "Tage wie Türkis". Nun möchte die junge Mutter und Selpublisherin ihrem gedruckten Buch ein Hörbuch folgen lassen. Im Interview verrät sie uns wie ihr die Idee dazu kam und wie auch Du sie bei ihrer Crowdfunding-Kampagne unterstützen kannst.

SternenBlick im Interview mit Jennifer Hilgert


Du beschreibst dein Buch "Tage wie Türkis" als poetische Novelle und
2018 wurde es sogar vom Radioplanet Berlin zum "Lyrikbuch des Jahres" gekürt.
Wie kam dir die Idee zu diesem Genre?


Jennifer: "Die Idee dazu stammt von meiner Lektorin. Sie gab mir den Rat, eine "Beibezeichung" für mein Buch zu finden, die dem Leser mehr darüber verrät, in welche Richtung es geht. Sie gab mir außerdem die Rückmeldung, dass sie etwas Derartiges bis dahin noch nie gelesen hatte, was ich mal als Kompliment auffasste ;) Novelle erschien mir aufgrund der Länge von 142 Seiten schon passend. Außerdem sagt Theodor Storm, die Novelle sei die kleine Schwester des Dramas. Auch das trifft auf mein Buch zu.
Und "poetisch" ist meine Novelle, da mein Kapitel “Türkis” eigentlich mal ein Poetry-Slam Text werden sollte und ich auch sonst eine blumige und poetische Schriftsprache in meinem Werk benutze. Meine Protagonistin Amy ist zudem der Poesie verschrieben (in ihrem Tagebuch May verarbeitet sie ihren Suizidversuch in einem Gedicht). Happy war ich natürlich, dass mein Buch für den Lyrikpreis nominiert wurde und gewonnen habe ich ihn ja dann tatsächlich auch. Poesie ist eben überall!"


Nach dem Erfolg des gedruckten Buches, planst du nun eine Veröffentlichung als Hörbuch.
Denkst du, dass die Poesie deines Werkes dadurch noch besser nachklingen kann
oder welche Motivation treibt dich an?


Jennifer: "Ich habe in den vergangenen Jahren, in denen ich mit "Tage wie Türkis" unterwegs bin, #tuerkisontour, immer wieder mit begeisterten, überwiegend Zuhörerinnen gesprochen, die von meinen Lesungen sehr angetan waren, unter anderem auch von meiner Lesestimme.
Außerdem schreiben mich Leser an und fragen, wann mein Hörbuch erscheint. Erst durch die Rückmeldungen wurde überhaupt das Bedürfnis in mir geweckt, ein Hörbuch aufzunehmen. Irgendwie tragen solche lieben Bemerkungen über jeden Zweifel hinweg und ich muss sagen, dass ich dieses Buch tatsächlich "lebe", wenn ich es lese. Es hat mich nicht umsonst in den letzten drei Jahren selbst begleitet und manche positive Veränderung in mir ausgelöst. Dieses Buch ist nicht nur ein Buch für mich, mehr Prozess. Poetischer, aber auch philosophischer und psychologischer Natur.
Ich verwarf die Idee aber immer wieder. Dann kam auf der Frankfurter Buchmesse der entscheidende Tropfen, der das Ich-mach-das-Jetzt-einfach-Fass zum überlaufen brachte. Eine gute Kollegin berichtete mir davon, dass eine Freundin von ihr mein Buch ihrem Verein empfohlen hätte. Diese Freundin ist blind und im ersten Moment war ich sehr überrascht, weil ich mir zunächst nur schwer vorstellen konnte, dass mein Buch mit einem e-Reader gelesen wird. Da malte ich mir dann erstmals ganz real aus, wie es wäre, wenn ich den Inhalt mit meiner eigenen Stimme transportieren und wen ich damit noch alles erreichen könnte. "


Die Realisierung eines professionell vertonten Buches, kostet viel Geld,
das man als überzeugte Selfpublisherin nicht immer zur Verfügung hat.
Dir kam deshalb die Idee eine Crowdfunding-Kampagne zu starten.
Könntest du uns ein bisschen erzählen wie das funktioniert?


Jennifer: "Du sagst es! Ich verwarf die Idee immer wieder, weil eine solche Hörbuchproduktion mit erheblichen Kosten verbunden ist. Die Möglichkeit bei Startnext, einer Seite im Internet, die es Projektinitiatoren ermöglicht, gemeinsam mit anderen finanzielle Unterstützer für die eigene Idee zu gewinnen, ist schon eine tolle Sache. Man könnte sagen, dass ich über diesen Weg "Sponsoren" für mein Projekt finden kann, mit dem Unterschied, dass bei einem Crowdfunding mehrere UnterstützerInnen in das eigene Projekt, in meinem Fall die Realisierung meines Hörbuchs, investieren. Man geht auf meine Seite, findet eine detaillierte Beschreibung, die sämtliche Kosten transparent darstellt und darüber hinaus. Außerdem gibt es einen persönlichen Videogruß von mir, der vieeeel zu lang geworden ist. Empfohlen sind 90 Sekunden. Meiner ist 9 Minuten lang :D

Schon ab 5,90 Euro kann man sich dann ein Dankeschön kaufen, das zunächst als "imaginäre Summe" auf einem Zählstrahl erscheint. Das Geld wird entweder sofort oder erst nach dem Erreichen meines Crowdfunding vom jeweiligen "Spenderkonto" abgebucht. Denn das ist die Crux: Erst bei positivem Abschluss kann ich das Hörbuch finanzieren und alle Unterstützer erhalten ihre gekauften Dankeschön-Geschenke. Ich habe jetzt noch 27 Tage Zeit. Bis zum 18. August läuft das Crowdfunding und ich sehe gerade: Die Hälfte ist geschafft - wow! Wenn ich meine 1362 Euro, das ist das erste und wichtigste Fundingziel, nicht geschafft habe, ist das ganze Geld an die UnterstützerInnen zurück und ich brauche die zweite Etappe bis 1500 Euro gar nicht erst in Angriff zu nehmen. Die zweite Etappe bedeutet, dass ich mir die Bahnfahrt zum Tonstudio noch leisten könnte und vielleicht den ein oder anderen Kaffee. Deswegen wäre eine Punktladung am 18.August zwar wunderbar, aber mir fehlte dann trotzdem noch ein bisschen was. Aber so anspruchsvoll will ich gar nicht sein, es wäre toll, es überhaupt zu schaffen. Egal wie es kommt: Ich kann meine türkisenen Tage nach diesem spannenden Crowdfunding-Ritt ruhen lassen und mich meinem neuen Buchprojekt hingeben. Es fühlt sich einfach bis hierhin unfassbar gut an, dass mich und meine Idee überhaupt jemand unterstützt. Das ist ein wichtiges Gefühl, das ich nicht so schnell vergessen werde."


Dass bedeutet, wenn ich dich in deinem Vorhaben unterstütze,
dann habe ich nicht nur das gute Gewissen, dir bei deinem Traum geholfen zu haben,
sondern erhalte sogar noch etwas dafür?


Jennifer: "Genau. Man kann nicht nur einen freien Betrag spenden, wenn man auf die von mir erstellen 15 Dankeschöns verzichten will, man kann sich auch etwas aus meiner liebevoll angelegten Liste aussuchen. Vom fertigen Hörbuch auf CD für 12 Euro, über "Amy" das Tagebuch für 20 Euro (es wird ein DIN A5 Buch sein, eingenäht in einen hochwertigen Stoff inklusive Kugelschreiber und Anleitungstext), bis hin zur Wohnzimmerlesung für 350 Euro, dem kostenintensivsten Dankeschön, ist einiges dabei, wo mein Herzblut drin stecken wird, weil ich die Dankeschöns beispielsweise wie meine Poesie-Buchbilder oder die Poesieuntersetzer in meinem Bastelkeller selbst anfertigen werde - handmade. Gerne verfasse ich dir auch ein persönliches Gedicht."


Aus deinem Vorstellungsvideo bei Startnext erfahren wir, dass du dich selbst ins Tonstudio
begeben möchtest, um deine Novelle einzulesen. Hast du darin Erfahrung oder wird es
für dich auch eine neue Herausforderung? Und hattest du überlegt eine professionelle
Sprecherin zu engagieren oder war dir von Anfang an klar, dass du die Aussage
deines Buches nur selbst transportieren kannst?


Jennifer: "Es war mir von Anfang an klar, dass ich es gerne selbst einsprechen möchte und das wird eine ganz ganz neue Herausforderung für mich werden. Im Geiste lutsche isch schon fleißig Salbeibonbons. Oh! Hab ich "isch" geschrieben? Sorry ... Hunsrückerin ;)"


SternenBlick drückt dir die Daumen, dass du deinen Traum wahr werden lassen kannst
und deine Crowdfunding-Kampagne viele UnterstützerInnen findet.
Wann denkst du wird das Hörbuch im Handel erscheinen, wenn alles optimal läuft?
Und soll es gleichzeitig digital und als physisches Produkt (CD) erscheinen?


Jennifer: "Ich bedanke mich ganz herzlich bei euch! Es bedeutet mir viel, dass auch ihr mich mit diesem Interview unterstützt. Ich kann echt jede Hilfe gebrauchen! Danke für's Daumen drücken und für jedes Interesse. Mit Träumen ist es doch wie mit Wundern: Wenn man sie nur einen klitzekleinen Moment für möglich hielte, dann gehen sie genau dann, in diesem Augenblick auch in Erfüllung. Also träume ich noch etwas davon, dass mein Hörbuch noch vor Weihnachten 2019 erscheint und ich im November bereits die CDs an Freunde und Verwandte verschenken kann :)"


Ich danke Jennifer für die Einblicke zu ihrer Crowdfunding-Kamapgne,
die noch bis zum 18.08.2019 unterstützt werden kann.
Hier geht es zur Seite auf Startnext: www.startnext.com/tuerkis-zum-hoeren



Stephanie Mattner ist Herausgeberin der SternenBlick-Bücher
und erste Vorsitzende im Verein.

 

Mehr über Stephanie erfahrt ihr auf ihrer Homepage.



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SternenBlick e.V.
z.Hd. Stephanie Mattner
Postfach 20 01 41
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